Glück ist…

… nicht etwas zu wissen, sondern es herauszufinden.

 

entdecken

Bildung.

Jeder spricht davon. Wie wichtig sie ist. Ohne Bildung keine Zukunft.

Was damit meistens gemeint ist: Schulbildung.

Was Bildung im bildungswissenschaftlichen Sinn ist, davon wird leider selten gesprochen. Nämlich ein Prozess, der in einem stattfindet, während aussen das Leben passiert.

Und umgekehrt. Beides miteinander verwoben. Ein aktiver Prozess.

Etwas, das fast wie von selbst passiert.

Nicht etwas, was von aussen in einen reingestopft werden kann oder gar muss.

Ein magisches Prozess quasi, der unsichtbar bleibt.

Eine Haltung, die sich daraus entwickelt.

Werte.

Ein Bild von der Welt und von mir in dieser Welt.

Daraus entwickelt sich auch unser Mindset. Das, was ich über mich in dieser Welt und mit dieser Welt glaube. Und wiederum daraus mein Leben in dieser Welt kreiere und ableiten.

Wissen ist etwas anderes. Das kann sehr wohl in einen reingequetscht werden.

Und das ist es auch, was die meisten Menschen unter Bildung verstehen.

Und warum selbstverständlich die Schule die oberste Instanz ist, sie zu vermitteln. Da werden Fakten vermittelt in verschiedenen Fächern. Dies hat in einer bestimmten Zeit zu passieren und es wird keine Rücksicht darauf genommen, wo ein Kind gerade steht. Was es gerade brennend interessiert und wo es naturgegeben durch seine eigene Begeisterung riesige Fortschritte machen könnte, wenn es denn darin unterstützt wird und nicht beschnitten in seinem Eifer.

Letzten Endes beginnt da die Unfreiheit, denn was sagt das denn dem Kind, wenn es so lernen muss?

Dass das, was in ihm ist, nicht so viel wert ist, wie das, was von aussen von ihm verlangt wird.

Und da Kinder von uns abhängig sind und uns vertrauen und glauben, stecken sie da zurück. Und verlieren sich selbst. Mehr oder weniger. Je nach dem wie das gesamte Sozialisierungspaket, in dem sie aufwachsen aussieht. Und je nach Persönlichkeit.

Selbstwert und Selbstbewusstsein sind nicht das Gleiche

In den letzten Jahren konnten viele Forscher und Wissenschaftler aus den Bereichen Bildung, Pädagogik, Neurowissenschaften, Psychologie,  Sozialpädagogik, Biologie sichtbar machen und erforschen, wie wirklich günstige Entwicklungsbedingungen für Lernprozesse in uns Menschen aussehen.

Und leider gehört die Schule, wie sie herkömmlicherweise verstanden und gelebt wird, in der Regel nicht zu diesem artgerechten Entfaltungsraum, sondern eher zu einer Fähigkeitenschmiede, die den jungen Menschen ihre ureigene Genialität abtrainiert und schmälert, indem sie sie zu Objekten der Lehrpläne macht und die Lehrer zu Objekten, die diesen Lehrplan umsetzen müssen.

Aktuell vom 14.7.2018 dazu der Neurowissenschaftler Hüther:

https://www.deutschlandfunk.de/bildungsystem-schueler-muessen-wissen-warum-sie-in-die.694.de.html?dram:article_id=422816

Wie könnten denn optimale Entwicklungsräume aussehen?

Da hat sich in den letzten Jahren ja viel getan.

Privatschulen boomen.

Alternativschulen boomen.

Die Waldorfschule, an der meine Tochter im Herbst anfängt, hatte noch nie so viele Bewerber wie dieses Jahr. Wobei genau dort der Bildungsraum auch sehr eng sein kann.

Versteinert.

Oder sehr schön. Bindungsorientiert. Achtsam.

Ebenso hatte die freie aktive Schule hier vor Ort so viele Bewerber wie nie.  Aber auch dort gibt es Vor- und Nachteile.

Absoluter Vorteil ist der gewaltfreie Raum, was die Vermittlung von Inhalten angeht. Da wird keiner bestraft, weil er „Quatsch“ macht oder nicht mehr still sitzen kann. Kein Bildungskonformismus. Kein Erziehen. Keine Bewertung. Mehr Flow.

Werte statt Bewertung

Ein Slogan für die Zukunft?

Ab Minute 0.40 spricht Jack Ma über die Zukunft der Bildung aus seiner Sicht.

Innovationen

Eine zwar immer noch sehr kleine Szene, die Freilernerszene, wächst stetig. Ca. 2000 Kinder sollen es sein in Deutschland.

Freilernen? Was das ist?

Kinder, die nicht zur Schule gehen.

Gibt es auch in Deutschland.

Trotz Schulpflicht ?

Ja. Viele melden ihre Kinder ab aus Deutschland . Oder reisen einen Grossteil der Zeit. Oder streiten sich mit den Behörden.

Viele Eltern solcher Freilerner Kinder sind selber Pädagogen und Lehrer.

Da pass ich gut rein : )

Selber u.a. Pädagogin und Freilernen ist meine favorisierte Lernform.

Hier könnt ihr Euch bei Interesse näher informieren.

Schulfrei Bewegung e.V.

Oder hier bei der Freilerner Solidargemeinschaft

FSG-Startseite

Auch interessant, was das World Economic Forum zum Thema Bildung und Fähigkeiten schreibt:

https://www.weforum.org/agenda/2017/09/skills-children-need-work-future-play-lego/

Glück und Bildung.

Liegen ganz schön nah bei einander finde ich.

Glücklich sein durch Selbstkompetenz. Glück haben und freie Räume zur Entfaltung erkunden dürfen. Das wünsche ich allen Kindern dieser Welt.

Und uns Erwachsenen auch.♥️

 

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